Netzwerk Essstörungen Lüneburg

Prävention

Als Prävention bezeichnet man vorbeugende Maßnahmen, um ein erwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden. Ganz allgemein kann der Begriff mit "vorausschauender Problemvermeidung" übersetzt werden (Quelle Wikipedia).

Um langfristige Erfolge zu erzielen, ist es wichtig, viele Ebenen in die Präventionsarbeit einzubeziehen. Um Prävention auf möglichst breiter Basis stattfinden zu lassen sollten neben den Kindern und Jugendlichen selbst, Eltern und andere Angehörige, Lehrer/innen und Erzieher/innen, Trainer/innen im Bereich Sport und Tanz sowie Mediziner/innen in die Aufklärungs- und Präventionsarbeit einbezogen werden.

Eine reine Aufklärung über die Gefahren von Essstörungen ist wenig sinnvoll. Die Erfahrungen aus der Drogenprävention haben gezeigt, dass bloße Abschreckung meist noch den Reiz an der Gefahr erhöht. Es sollen demnach möglichst keine detaillierten Informationen über die Erkrankung selbst vermittelt werden, da die Gefahr der Nachahmung besteht. Die meisten Betroffenen wissen zudem sehr genau über Ernährung und über die Krankheitsbilder der Essstörungen Bescheid und sind sich der Gefahren ihres Handelns durchaus bewusst.

Um Essstörungen zu verhindern ist es wichtig Mädchen und Jungen zu stärken und ihnen ein Gefühl für ihre eigenen Fähigkeiten und Talente zu geben. Ebenso wichtig ist es ihnen ein positives Gefühl für ihren Körper zu vermitteln; ein positives Körpergefühl kann u.a. der Entstehung von Essstörungen vorbeugen. Die Entwicklung eines natürlichen Gefühls für Hunger und Sättigung sollte unterstützt werden. Mädchen und Jungen sollen lernen das herrschende Schönheitsideal zu hinterfragen und ein kritisches Medienbewusstsein zu entwickeln. Mädchen und Jungen sollen Bewältigungsstrategien erlernen, um so angemessen auf psychische Belastungen und Anforderungen zu reagieren. Aufklärungsarbeit über die Sinnlosigkeit von Diäten und die Auswirkungen auf den Körper müssen diese Punkte begleiten.

Komponenten für ein ganzheitliches Präventionsprogramm zum Thema Essstörungen sind